Freunde des Eschweger Sophiengartens e.V.

Geschichte des Sophiengartens

Als "Wernerschen Garten" kennen die Eschweger Bürger, jenen Garten im Herzen der Altstadt, am Südhang des Schulberges, direkt neben dem heutigen Heimatmuseum.

Der Garten liegt hinter einer alten Sandsteinmauer verborgen. Bereits vor 500 Jahren wird diese Ummauerung urkundlich erwähnt. Im Mittelalter stand hier ein Burgsitz -ein befestigtes Haus- der adligen Familie von Keudell.

Archäologische Untersuchungen im oberen Teil des Geländes haben ergeben, dass hier im 15. Jahrhundert ein Gebäude errichtet wurde, das im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden ist und nicht wieder aufgebaut wurde, so entstand jene Baulücke, die den Blick vom Schulberg über die Dächer der Altstadt erlaubt.

Nach dem Adel kam das vornehme Bürgertum, das den Garten nutzte. Auf den Hofrat Schreiber folgte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Kommerzienrat Partikulier Kreger. Er entstammt der reichen Fuhrmannsfamilie Kreger aus Orferode und lebte in Eschwege von seinen Gütern. Nach ihm wurde der Garten lange Zeit als der Kregerische Garten bezeichnet.

Ab 1859 war der Wollentuchmacher Friedrich Werner Besitzer von Haus und Grundstück. Aus dieser Zeit stammen vermutlich auch die Einbauten für Tuchrahmen, die an den Mauern zu sehen sind.

Ab dem 20. Jahrhundert betrieb die Familie Werner ein exklusives Wäschegeschäft und der "Wernersche Garten" in Eschwege ein Begriff. In den 90-ziger Jahren veräußerte Karl Werner Haus und Grundstück. Die Stadt erwarb den oberen Teil des Grundstücks, seit 1997 Eschweger Sophien Garten.

Garten im Sommer mit Blick zum Karlsturm.
Garten im Sommer mit Blick zum Karlsturm. Die historische Mauer wurde von Adligen zum Schutz vor dem Gesindel gebaut.

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