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Lernende Regionen zieht erfolgreiche Bilanz Am 30. September 2008 endet der Förderzeitraum des Bildungsprojekts „Lernende Regionen“ auch für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Werra-Meißner-Kreis. Sechseinhalb Jahre hat dieses Netzwerk von Bildungseinrichtungen und gesellschaftlichen Institutionen unter der Verantwortung des Projektteams im Staatlichen Schulamt (Kerstin Auweiler, Bärbel Hochschild, Jürgen Klähn und Dr. Ulrich Schneider) Innovationen in verschiedenen Bereichen des Schul- und Bildungswesens auf den Weg gebracht. Gearbeitet wurde mit Schulen und Kindergärten, mit beruflichen Schulen und Bildungsträgern. Außerschulische Lernorte oder Akteure in der beruflichen Orientierung gehören ebenso zum Netzwerk wie das Umweltbildungszentrum Licherode und das Netzwerk der Umweltlernorte im Werra-Meißner-Kreis. Gesellschaftliche Herausforderungen wie die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund wurden durch das Projekt Lernende Regionen aufgegriffen und mit konkreten Maßnahmen bearbeitet. Als bleibende Ergebnisse der Arbeit können als einsatzfähige Produkte benannt werden: • die PLUS-Mappe als Dokumentationsinstrument für Schülerinnen und Schüler in der beruflichen Orientierung • das regionale Bildungsportal (www.bildung-hrwm.de) mit dem Atlas außerschulischer Lernorte, der Referentendatenbank und der elektronischen Version der Bildungslandschaft in beiden Landkreisen. • die Entwicklung und Erprobung von Modulen des Umwelt- und Gesundheitslernens, die über das Hessische Kultusministerium allen hessischen Schulen zur Verfügung gestellt wurden (z.B. Klasse 2000 für Förderschulen oder das Besser-Esser-Konzept) • das Weiterbildungskonzept einer Ausbildung zum Interkulturellen Vermittler, das nun durch die evangelische Fachhochschule Darmstadt/ Treysa in der Sozialpädagogenausbildung Eingang gefunden hat. Hinzukommen verschiedene pädagogische Materialien für schulisches und außerschulisches Lernen sowie Dokumentationen der gemeinsam entwickelten Konzepte. Ein wichtiges Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist die Netzwerkbildung über verschiedene Bereiche der Bildungseinrichtungen hinweg. Es ist heute Alltag, dass Schulen und freie Bildungsträger mit außerschulischen Partnern intensiv kooperieren und gemeinsame Projekte auf den Weg bringen. Die Lernenden Regionen haben dies nicht „erfunden“, sie konnten aber auf vielfältiger Ebene solche Kooperationen mit finanziellen Mitteln oder auch mit praktischer Zuarbeit konkret unterstützen. Die Lernenden Regionen sind Partner im Projekt Hessencampus Hersfeld - Rotenburg, haben die LEADER - Konzeptentwicklung inhaltlich begleitet und spielen in anderen Handlungsfelder („Innovationspool 2008“ des Landes Hessen, Nachhaltigkeitsinitiative der Hessischen Landesregierung) eine aktive Rolle. In der letzten Förderperiode standen die beiden Schwerpunkte: Transparenz der regionalen Bildungslandschaft und trägerübergreifende Bildungsberatung im Zentrum der Aktivitäten. Für alle Beteiligten wurde dabei sichtbar, dass Bildungswegeberatung als gesellschaftliche Aufgabe eine hohe Bedeutung hat und nicht nur von einzelnen Bildungsträgern umgesetzt werden kann, wenn die Erhöhung der Bildungsbeteiligung das gesellschaftliche Ziel ist. „Durch ein aktives Bildungsmarketing, zu dem auch die regionalen Zukunftskonferenzen Bildung und die verschiedenen Fachgespräche zu bildungspolitischen Fragen gehörten, ist es uns gelungen, Bildung als gesellschaftliches Querschnittsthema für Regionalentwicklung und Zukunftsfähigkeit voranzubringen“, betonte Projektleiter Dr. Schneider. Auf der bundesweiten Transferkonferenz im September 2008 in Berlin wurden erste Eckpunkte einer neuen Bundesinitiative für Lebenslanges Lernen ab 2009 vorgestellt: „Lernen vor Ort“. Diesmal sind die Kommunen gefordert, hier initiativ zu werden. Das Netzwerk der „Lernenden Regionen“ bietet allen Interessenten in der Region an, zukünftig in einem solchen Projektansatz mitzuwirken. Diese News wurde am 10.9.2008 generiert.
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