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BERUFSORIENTIERUNG: Die Fahrradwerkstatt
Zur Konzeption der Fahrradwerkstatt
Mit verschiedenen Angeboten können verschiedene Zielgruppen angesprochen werden:
- Der Aufbau einer Reparaturfirma verlangt einen festen Stamm an Jugendlichen, der verlässlich in einer solchen "Firma" mitarbeitet.
- Ein offenes Angebot im Nachmittagsbereich bietet Kindern und Jugendlichen des Stadtteils die Möglichkeit, Reparaturen am eigenen Fahrrad durchzuführen bzw. diese zu erlernen.
- Die Fahrradwerkstatt kann in den Regelunterricht eingebaut werden: Gegenstand sind z.B. technische Abläufe, aber auch Themen der Verkehrssicherheit
- Perspektivisch können auch Kurse mit betrieblichen Kooperationspartnern, der Verkehrwacht, dem ADFC oder der Volkshochschule durchgeführt werden.
- Räumlichkeiten können durch die Schule bereitgestellt werden; die technische Grundausstattung soll mit Mitteln der Lernenden Regionen finanziert werden; die personelle Begleitung kann durch das Programm "Schule mit Ganztagsangebot" bereitgestellt und abgesichert werden. (Stabilität und Nachhaltigkeit des Projektes)
- Um die Erfahrungen und Erkenntnisse dieses Projektes zu sichern und sie den Netzwerkpartnern zur Verfügung zu stellen (insbesondere im Hinblick auf Übertragbarkeit) soll die Fahrradwerkstatt in einem geregelten Verfahren ausgewertet und dokumentiert werden. Insbesondere der sozialräumliche Bezug und die Position "zwischen" Schule und Stadtteil sind von hohem Interesse für die Einrichtung von ähnlichen Projekten in der Region.
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Berufsorientierung
Die Projektmolule
Zusatzinformationen
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Lernen in der Fahrradwerkstatt
Je nach individuellem Vermögen können handwerkliche, technisch-konstruktive und kaufmännische Fähigkeiten erlernt werden. Im Aufbau der Reparaturfirma wird die Wichtigkeit von "Schlüsselqualifikationen" erlebbar: Hier sind Verlässlichkeit, Teamfähigkeit, Ausdauer und gegenseitige Rücksichtnahme für jeden unmittelbar einleuchtend. Insbesondere jene Lernprozesse, die durch Probleme, Schwierigkeiten und deren Lösung in Gang gesetzt werden, erhalten eine lebenspraktische Bedeutung und weisen über das klassische schulische Lernen hinaus.
Insgesamt wird den Jugendlichen ein positives und sinnhaftes Erleben des eigenen Könnens eröffnet, welches für ihre persönliche Entwicklung wichtig ist.
Auf den ersten Blick scheint eine Fahrradwerkstatt ein Angebot zu sein, das in erster Linie Jungen anspricht. Aber auch hier bieten sich ausgezeichnete Möglichkeiten, mädchenspezifische Angebote zu schaffen. Es können Kurse nur für Mädchen und Frauen stattfinden, ebenso können Mädchen in speziellen Lehrgängen zur "Fahrradmultiplikatorin" ausgebildet werden.
Der gender-Aspekt spielt aber auch für männliche Jugendliche eine wichtige Rolle: Die durch Praxis und Nähe zum beruflichen "Ernstfall" gekennzeichnete Fahrradwerkstatt bietet eine hervorragende Umgebung für das Lernfeld "männliche Identifikation"; hier ist es zunächst dem pädagogischen Geschick der Fach-Multiplikatoren anheimgestellt, auch persönliche Lernprozesse bei den Jugendlichen anzustoßen, zu fördern und zu begleiten. In der Folge bietet es sich an, auch hier auf die Kompetenzen des gesamten Netzwerks zurückzugreifen: dies betrifft Fortbildung und gezielten Austausch zu allen Themen, die auch in den anderen Projekten präsent sind, zum Beispiel individuelle Förderung / Hilfestellung durch Navigatoren.
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