Schüler im Betrieb - Modelle von Partnerschaft
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Eine Partnerschaft zwischen Schule und einem Betrieb kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt Partnerschaften mit großen Industriebetrieben, mit mittelständischen Unternehmen, aber auch mit kleinen Handwerksbetrieben. Es können Partnerschaften mit einem Verbund von Betrieben, mit einem Verein oder einer sozialen Einrichtung geschlossen werden. Es gibt Partnerschaften, die sehr eng auf mehreren Ebenen miteinander arbeiten und Partnerschaften, deren besondere Stärke in der Einmaligkeit ihrer Produkte liegt. Partnerschaften können über einen Vertrag ihre gemeinsamen Zielsetzungen zu einem Leitbild erheben, andere Partnerschaften mögen es weniger formal.
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1. Partnerschaften mit einem Industriebetrieb
Partnerschaften mit einem Industriebetrieb sind für Schulen besonders interessant, weil durch die komplexen Betriebsstrukturen ein vielfältiger Blick in die Berufswelt ermöglicht wird. Dies kann mehrfach und variabel genutzt werden. Oft können mehrere Klassen oder Interessengruppen gleichzeitig agieren, jedoch an verschiedenen Orten im Betrieb.
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2. Partnerschaft mit einem Handwerksbetrieb
Partnerschaften mit Handwerksbetrieben ermöglichen Einblicke in vielerlei regionstypische Strukturen. Dabei steht häufig der unmittelbare Nutzen der jeweiligen Produkte und Dienstleistungen im Vordergrund. Wie in jeder Partnerschaft, so ist auch hier jedoch besonders die persönliche Anbindung zwischen Schülern und Mitarbeitern von Bedeutung: Die meisten Handwerksbetriebe sind klein und überschaubar.
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3. Partnerschaften für einmalige Projekte
Es gibt Partnerschaften, deren Aktivitäten nicht in jährlichen Turnus realisierbar sind, sondern nur in größeren Zeitabständen, Gründe hierfür können sein:
- hoher Projektaufwand, der dem Betrieb nicht in jedem Jahr möglich ist und/oder
- Bindung an/Abhängigkeit von Personen, die nicht alljährlich in gleicher Weise verfügbar sind
Dafür ermöglichen diese Partnerschaften oft besonders intensive und umfassende Erfahrungen.
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4. Partnerschaften im Verbund
Eine weitere Möglichkeit für Partnerschaften besteht in der Zusammenarbeit mit einem Verband. So hat eine Schule sich einer Werbegemeinschaft zusammengetan. Seit 2002 kommen nun die dort vertretenen Mitgliedsunternehmen in die Schule und stellen sich dort im Rahmen eines Projekttages vor. Im Gegenzug werden die Schüler eingeladen die Betriebe zu besuchen. Eine weitere Partnerschaft wurde mit dem "Forum ländlicher Regionen" eingegangen. Ziel dabei ist, Themen der regionalen Landwirtschaft in die Schule zu bringen, um über Produktionsabläufe, Wirtschaftsweisen und Lebensbedingungen in den Betrieben zu informieren. Dass sich aus diesen Kooperationen auch der eine oder andere Praktikum- oder gar Ausbildungsplatz ergibt, soll nur am Rande erwähnt sein. Die Kooperationen mehrerer Schulen und/oder mehrerer Betriebe ermöglichen ein erweitertes Spektrum an Aktivitäten und Erfahrungsmöglichkeiten. Allerdings schlägt in der Regel ein erhöhter Koordinationsaufwand zu Buche.
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5. Kooperationen mit einem Verein
Es gibt auch Partnerschaften mit Vereinen. Auch ehrenamtliches Engagement, zum Beispiel im Freizeitbereich, kann Zugänge zu Beruf und Arbeit herstellen und vermitteln.
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Resümee
Partnerschaften bieten mehr, als man auf den erste Vermutung hin denkt. Dabei haben sie einen ganz individuellen Gestaltungsverlauf. Dieser ist spezifisch - bestimmt von den beteiligten Personen, der Art des Betriebes und dem regionalem Bezug. Somit sind Partnerschaften nicht "konfektionierbar". Für die beteiligten Akteure gilt vielmehr, die besonderen Qualitäten und Potenziale wahrzunehmen, aufzugreifen, für Bildungsmessen didaktisch zu erschließen und in konkrete Aktivitäten und Projekte umzusetzen.
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