Lernende Regionen - Teilprojekte

REGIONALES NETZWERK UMWELTBILDUNG

Konzeptionelle Vorüberlegungen - Konkrete Arbeitsplanung

Aufgabenstellung

Folgende konkreten Aufgabenstellungen sollen im Rahmen des Projekts umgesetzt werden:

  1. Konzipierung von ca. 12 übertragbaren Umweltbildungseinheiten (Projektwochen, Praktika, Unterrichtsreihen, Seminare) zu exemplarischen Themen des Umweltlernens vom Kindergarten bis zur Seniorenbildung
  2. Mindestens dreimalige Durchführung der einzelnen Umweltbildungseinheiten mit (je nach Rahmenbedingungen) ca. jeweils 10 bis 25 Personen. Insgesamt sollen so im Projektzeitraum ca. 750 Lernende erreicht werden.
  3. Kontinuierliche Optimierung der durchgeführten Umweltbildungseinheiten
  4. Entwicklung, Erprobung und Optimierung eines einheitlichen und zweckorientierten Systems zur Zertifizierung dieser Umweltbildungseinheiten
  5. Evaluierung der eingeleiteten Bildungs-, Qualifizierungs- und Bewertungsprozesse
  6. Vorbereitung der Übertragung der Projektergebnisse auf eine andere Teilregion innerhalb der Lernenden Region Hersfeld-Rotenburg/Werra-Meißner
  7. Veröffentlichung und Diskussion der Projektergebnisse durch geeignete Publikationen und Tagungen
Registerkarte Projektmodule

Umweltlernen

Konzeptionelle Vorüberlegungen

Arbeitsformen

Die Gesamtkoordination des Projekts übernimmt das Umweltzentrum in Licherode. Die Konzeptionierung und praktische Umsetzung der einzelnen Projektbausteine bleibt jedoch weitgehend in der Verantwortung der jeweiligen Projektpartner.

Zur Koordination und Abstimmung der vielfältigen Aktivitäten wird eine projektbegleitende Arbeitsgruppe gebildet, in der neben den drei beteiligten Bildungseinrichtungen auch das Staatliche Schulamt als Träger des Gesamtprojektes "Lernende Region" und die weiteren Kooperationspartner vertreten sind. Die AG Umweltnetzwerk trifft sich ca. alle sechs bis acht Wochen und beschäftigt sich mit grundlegenden Fragen wie der Umsetzung des Gesamtkonzeptes, gemeinsamer öffentlicher Darstellung, Berücksichtigung der Querschnittsaufgaben sowie der Evaluation der bisherigen Ergebnisse.

Um kurzfristige Rückkoppelung und Entscheidungsfähigkeit zu gewährleisten, wird eine Kerngruppe gebildet, der je ein Vertreter der 3 beteiligten Bildungseinrichtungen und des Staatlichen Schulamtes angehören. Die Kerngruppe kann auf Wunsch jedes einzelnen Mitgliedes kurzfristig durch die Koordinationsstelle Licherode einberufen werden.

Evaluation

Die Evaluation schulischer Umweltbildungsangebote ist eng an die einzelnen Maßnahmen geknüpft. Vor Beginn jeder Veranstaltung, die zertifiziert werden soll, gilt es sowohl die Ziele wie den Qualitätsmaßstab für die Zertifizierung fest zu legen.

Dabei muss der ganzheitliche Charakter von Umweltlernen im Blick bleiben, d.h. neben kognitiven müssen auch affektiv-emotionale (motivationale) Komponenten des Lernens in das Zertifikat aufgenommen werden. Unter allgemeinen Gesichtspunkten soll ausgewertet werden, wie viele Lernende sich an den Angeboten beteiligt haben, und wie groß der Anteil derer ist, die dem Qualitätsmaßstab des Zertifikats entsprechen konnten.

Ein dritter Evaluationsaspekt bezieht sich auf die Verwendung der Zertifikate. Hier wird beispielsweise zu fragen sein, wie 'Abnehmer' schulischer und außerschulischer Bildungsprozesse, also z. B. Handwerksbetriebe, das Zertifikat bewerten und bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen berücksichtigen. Langfristig stellt sich evtl. auch die Frage, inwieweit es gelungen ist, überdauernde und langfristig wirkende Kenntnisse und Qualifikationen zu vermitteln. Hier wird zur Zeit über eine projektbegleitende Untersuchung der Gesamthochschule Kassel nachgedacht. Letztendlich ist zu prüfen, ob es gelungen ist, ein aufbauendes, in sich stimmiges Zertifizierungskonzept zu schaffen.

Dokumentation

Im letzten Viertel des Projektzeitraums von vier Jahren wird mit der Ausarbeitung einer Abschlussdokumentation begonnen, die den Verlauf des Gesamtprojektes darstellen und die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Regionen bewerten und vorbereiten soll.

Die Ergebnisse des Gesamtprojektes sollen am Ende der Projektlaufzeit im Rahmen einer überregionalen Fachtagung der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Abschlussdokumentation und die konkreten Inhalte der einzelnen Projektbausteine werden dem Projekt "Lernende Regionen" zur weiteren Verwertung zur Verfügung gestellt.

Öffentlichkeitsarbeit

Das Projekt wird von einer angemessenen Öffentlichkeitsarbeit in der regionalen und überregionalen Presse sowie der einschlägigen Fachpresse begleitet. Dabei wird auf die Einbindung in das Gesamtprojekt "Lernende Regionen" in geeigneter Weise hingewiesen.

Die beteiligten Bildungseinrichtungen entwickeln für ihr Kooperationsprojekt "Regionales Netzwerk Umweltbildung" ein eigenes Logo, das sowohl in der Öffentlichkeitsarbeit wie auch auf den Zertifikaten selber eingesetzt wird. Die Publizierung des Gesamtprojektes und die Bewerbung der einzelnen Veranstaltungen und Teilprojekte wird durch geeignete Maßnahmen (Folder, Plakate, Handzettel, etc.) unterstützt.

Von der Beteiligung am Gesamtprojekt kann für die beteiligten Einrichtungen quasi als "zertifizierende" Umweltbildungseinrichtungen eine verbesserte öffentliche Wahrnehmung und somit auch eine Stärkung der eigenen wirtschaftlichen Absicherung erwartet werden.
 

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