Lernende Regionen - Teilprojekte

REGIONALES NETZWERK UMWELTBILDUNG

Projektträger: Zentrum für Umwelt, Bildung und Solarenergie (ZUmBiS) an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg.

Die Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg an der Fulda ist eine große kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (z. Zt. ca.1900 Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 5 -13), an der seit vielen Jahren Aktivitäten auf dem Gebiet der Umwelterziehung in verschiedenen Formen und Altersstufen stattfinden.

Motiviert besonders durch jüngere Erfolge (Auszeichnung als "Schule des Jahres 1995/96" in einem bundesweiten Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des damaligen Bildungsministers Dr. Rüttgers) auf den Gebieten "Alternative Energien" und "Energieeinsparungen" begann die Schule Ende 1996 mit konkreten Planungen, sich zu einem Zentrum für Umweltbildung und Solarenergie ("ZUmBiS") weiterzuentwickeln.

Nach einer mehrjährigen Phase der Konzeption und der Planung eines entsprechenden neuen Gebäudes konnte in den Jahren 1998/99 die Finanzierung des Projektes (bei kalkulierten Kosten von ca. 2 Mio. DM) durch Zuschüsse des Landes Hessen und EU-Mittel aus dem Leader-Programm sichergestellt werden. Im Frühjahr 2000 wurde mit den Baumaßnahmen begonnen, Anfang des Jahres 2001 wurde der "ZUmBiS"-Anbau offiziell der Schule übergeben.

In moderner Holzrahmenbauweise mit ausgewählten ökologischen Baustoffen entstand ein zweigeschossiger Anbau in Niedrigenergieausführung mit Einbeziehung regenerativer Energieversorgung und Wärmerückgewinnung an den bestehenden B-Trakt der Schule. Im Obergeschoss befinden sich ein Multifunktionsraum sowie die im Aufbau befindliche Lernwerkstatt Umwelt und Energie.

Registerkarte Projektmodule

Umweltlernen

Konzeptionelle Vorüberlegungen

Die inhaltliche Konzeption des ZUmBiS berücksichtigt, dass das Konzept der Umwelterziehung über den fachlichen und unterrichtlichen Rahmen hinaus erweitert werden muss. Leitlinien sind daher fächerübergreifendes Lernen, ein ganzheitlicher Bildungsansatz und die konsequente Öffnung von Schule nach außen. Weg von Belehrung und Instruktion hin zu handelndem Lernen und Selbsttätigkeit sowie Übernahme von Verantwortung und Gestaltung der Lebensumwelt. Bereits heute ist das ZUmBiS ein zentraler Bestandteil des Schulprogramms, in dem sich über 25 Lehrkräfte der Schule aktiv engagieren.

Konkrete Umsetzung finden diese Leitlinien u. a. in den Planungen für eine Lernwerkstatt Energie und Umwelt sowie der Errichtung, Weiterentwicklung und Verknüpfung außerschulischer Lernorte und Lernpfade. Angebote für die Jugendarbeit z.B. von Stadt und Kreis (Jugendhof, Jugendherberge) sowie von Kirchen, Vereinen und Verbänden, für die Erwachsenenbildung (z. B. VHS) und Lehrerfortbildung (HeLP) sind ebenso fester Bestandteil der Konzeption wie die Vernetzung mit anderen Schulen (z. B. berufliche Bildung) und Bildungseinrichtungen, insbesondere mit dem Ökologischen Schullandheim und Tagungshaus Licherode (ÖSTLi), sowie die Kooperation mit Wirtschaft und Wissenschaft der Region (EAM, Handwerker und Architekten, Gesamthochschule Kassel).

Aufgrund der hier nur kurz dargestellten umfassenden Konzeption wurde das ZUmBiS-Projekt bereits in der Planungsphase im Herbst 1998 als ein beteiligtes Schulprojekt in das EXPO-Projekt "Innovation des Lernens" unter der Führung des HeLP Nordhessen aufgenommen; als EXPO-Paten konnten Dr. Hermann Scheer und Dr. Franz Alt gewonnen werden. Die Präsentation des Projektes im EXPO-Jahr wurde in enger Kooperation mit dem Umweltzentrum Licherode erfolgreich umgesetzt.

Im September 1999 wurde die Jakob-Grimm-Schule mit dem ZUmBiS-Projekt als eine der hessischen Modellschulen für den BLK-Modellversuch "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgewählt. Zudem wurde die JGS in den Jahren 2000, 2001 und 2002 als "Umweltschule in Europa" ausgezeichnet und durfte sich auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung DGU im Juni 2001 auf der internationalen Messe "Solar Energie 2001" in Berlin vorstellen.

An der Jakob-Grimm-Schule sind zur Zeit ca. 150 Lehrkräfte tätig; Ansprechpartner für die Umsetzung des Zertifizierungsprojekts sind Manfred Ringer und Wolfgang Ellenberger.

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