Teilprojekte-Zwischenbilanz

ZWISCHENBILANZ – Umweltlernen

Projektleitung / Projektsteuerung

Die Gesamtkoordination des Projekts hat das Umweltzentrum Licherode als Träger des Teilprojekts übernommen. Die Konzeptionierung und praktische Umsetzung der einzelnen Projektbausteine ist dabei weitgehend in der Verantwortung der jeweiligen Projektpartner geblieben.

Zur Koordination und Abstimmung der vielfältigen Aktivitäten wurde eine Projektbegleitende Arbeitsgruppe gebildet, in der neben den drei beteiligten Bildungseinrichtungen auch das Staatliche Schulamt als Träger des Gesamtprojektes „Lernende Region“ und weitere Kooperationspartner vertreten sind. Die AG Umweltnetzwerk traf sich im Jahr 2003 insgesamt viermal und hat sich mit grundlegenden Fragen wie der Umsetzung des Gesamtkonzeptes, gemeinsamer öffentlicher Darstellung, Berücksichtigung der Querschnittsaufgaben sowie der Evaluation der bisherigen Ergebnisse beschäftigt.

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Zwischenbilanzen
der Teilprojekte

Stand der konkreten Arbeitsvorhaben:
Ökologisches Schullandheim Licherode

Der Pädagogische Arbeitskreis des Ökologischen Schullandheims Licherode hat sich als beratendes Expertengremium im Jahr 2003 in drei Sitzungen mit der Entwicklung von Zertifikaten für Umweltlernen am Ökologischen Schullandheim beschäftigt. Das Pädagogische Hausteam hat diese konzeptionellen Vorarbeiten in konkrete Schritte umgesetzt. Folgende Punkte standen bisher im Mittelpunkt:

Erstes Zertifizierungsprojekt: Der Umwelttrainerschein für Senioren

Als erste Umweltbildungseinheit wurde der Fortbildungslehrgang zum „Umwelttrainerschein für Senioren“ konzipiert. Nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung im August mit über 50 interessierten Senioren aus der weiteren Region hat im September 2003 der erste Lehrgang mit 15 TeilnehmerInnen im Alter zwischen 54 und 72 Jahren begonnen.

Der Lehrgang besteht aus fünf ganztägigen Blockseminaren und zwei Hospitationsphasen in Schulen bzw. am Umweltzentrum Licherode. Nach Absolvierung einer Abschlussprüfung erhalten die TeilnehmerInnen ein offizielles Zertifikat, das u. a. vom Staatlichen Schulamt („Lernende Region“), der Deutschen Bundesstiftung Umwelt („Generationennetzwerk Umwelt“) und der Uni Hannover (Partner für Evaluation) unterzeichnet werden soll.

Ein zweiter anhand der Evaluationsergebnisse optimierter Lehrgang wird im Frühjahr und Sommer 2004 ablaufen. Im Anschluss daran sollen die qualifizierten Senioren über eine Senioren-Referenten-Datei an Schulen und Kindergärten der Region vermittelt werden.

Zweites Zertifizierungsprojekt: Das Ökolandbau-Diplom für Schulkinder

Als zweite Umweltbildungseinheit wird zur Zeit die Projektwoche „Ökolandbau und gesunde Ernährung“ für Schulkinder im 4. bis 6. Schuljahr entwickelt. Die Projektwoche besteht aus den drei Blöcken „Stationsarbeit Ökologischer Landbau“, „Erkundung eines Biohofes“ und „Selber kochen mit gesunden Lebensmitteln“. Sie können sowohl in Licherode wie auch an Schulen selbst durchgeführt werden. Der erste Probedurchgang an einer Partnerschule soll im Frühjahr 2004 stattfinden.

Ein besonderer Schwerpunkt gelegt werden soll bei der Projektumsetzung auf solche Schulen, bei denen im Zuge der Umstellung auf Ganztagsangebote die Einführung einer regional-ökologischen Verpflegung vorgesehen ist. Das „Ökolandbau-Diplom“, das die Kinder nach der Projekteinheit erhalten, soll helfen, unberechtigte Vorbehalte gegen „Öko-Food“ aufzubrechen. Hier bestehen Anknüpfungspunkte zu dem Projekt „Regional-ökologische Schulverpflegung“, das das ÖSTli gemeinsam mit der Uni Kassel und Biobauern der Region im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) durchführt.

Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird das Vorhaben von der Uni Kassel. Im Zuge des europäischen Austausches im Bereich nachhaltiger Bildung beabsichtigt das HeLP, das Ökolandbau-Projekt des Ökologischen Schullandheims als Beitrag zum Comenius - Programm anzumelden.

 

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